NABU - Gruppe Ammersbek e.V.


Keine Industrialisierung des Waldes

Die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS), deren Mitglied der NABU Ammersbek ist, startet eine Petition zur Novellierung des Waldgesetzes.

Unter dem allseits progagierten Deckmantel der „Nachhaltigkeit“  nimmt die Industrialisierung unserer öffentlichen Wälder massiv zu.  „Treuhänder des Waldes“ behandeln den Wald als gäbe es keine Klimaveränderung, kein Artensterben, kein Erholungsbedarf und kein Morgen. Der harte Einsatz überschwerer Forsttechnik, die Entnahme alter Bäume und Forstarbeiten in Naturschutzgebieten oder zur Brutzeit wird mit der „guten fachlichen Praxis“ oder der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft gerechtvertigt und nicht als Eingriff im Sinne der Naturschutzgesetzgebung betrachtet.

Mit der Petition setzt sich der NABU Ammersbek gemeinsam mit der BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) dafür ein, dass durch eine Novellierung des Waldgesetzes "ordnungsgemäße Forstwirtschaft"  und „guten fachlichen Praxis“ verbindlich verbindlich und nachhaltig definiert werden, Wald wieder vorrangig seine gesellschaftliche Bedeutung als Erholungsort und seinen Wert für die Artenvielfalt zurückerhält, der Nutzungsdruck abgesenkt wird und er nach dem Vorbild des Lübecker Modells sanft und naturgemäß behandelt wird.

Bitte alle unterschreiben, die einen Wald und keinen Holzacker möchten!!!

 

Jubiläumsfeier des NABU Ammersbek

"Es geht um die Kinder!" Konferenz der Tiere (E. Kästner)

Am letzten Sonntag im Oktober feierte der NABU Ammersbek sein zehnjähriges Jubiläum öffentlich mit rund 100 Gästen.Der Höhepunkt der Feier war die Preisverleihung an die Teilnehmer der Aktion "Ammersbeker Insektentagebuch" und die Ausstellung der schönsten Zeichnungen daraus.

 

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Storchenpaar in Ammersbek

Erst mal studieren und ausprobieren

Anfang Mai meldeten sich unsere Bünningstedter Mitglieder ganz aufgeregt: Ein Storch klappert hier und sucht Nistmaterial. In der NABU-Zentrale wurde das erst einmal als Fake News abgetan. Wenige Tage später kam eine Mail: "Diesmal in echt: Störche in Ammersbek".

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Tag des Waldes 2018

Zum Tag des Waldes veröffentlich der NABU Ammersbek bzw. seine Wald-AG zusammen mit der BundesBürgerInitiative Waldschutz eine  Erklärung mit der Forderung, dass Kommunal-, Landes- und Staatswälder ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und nicht die industriemäßige Nutzung der Wälder als Holzäcker gleichwertig zu ihrem Wert für die Erholung der Bürger und den Erhalt der Artenvielfalt sehen.

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Probleme gemeinsam angehen

Erstes Vernetzungstreffen ViVaWald Reinfeld und NABU-Wald-Ag Ammersbek

Seit mehreren Jahren hat der NABU-Gruppe Ammersbek eine kleine AG, die sich mit dem Zustand des Ammersbeker Waldes und mit seinem Umgang beschäftigt. Dazu entwickelt sie Konzepte, trifft sich mit Entscheidungsträgern, Forschern und Förstern.

2017 schloss sie sich der BundesBürgerInitiative WaldSchutz an und verabredete sich mit der Bürgerinitiative ViVaWald Reinfeld zu einem Austausch, welcher nun, im April 2018, stattfindet. Die Idee dahinter ist mittelfristig die Vernetzung der Waldinitiativen Stormarns, um gemeinsam zum Ziel zu kommen:

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Alle 3 Bäume am U-Bahnhof könnten bleiben, aber die Politik will nur zwei erhalten

Die umstrittene Blutbuche ist gesund und vital und kann " noch viele Jahrzehnte, vielleicht auch mehr als hundert Jahre stehen bleiben". Das ist das Ergebnis des Gutachtens eines "öffentlich bestellten, vereidigten" Baumsachverständigen. Der Investor passt seine Planung an die Bäume an, mit geringfügigen Änderungen können die Linde und die Buche am Bahndamm erhalten werden, mit etwas weitergehenden alle drei Bäume, also auch die umstrttene Blutbuche neben der alten Kegelbahn. Den Erhalt aller Bäume hatten 1333 Bürger in einer NABU-Petition gefordert. Die Ammersbeker Baumschutzsatzung erlaubt eine Fällung nur, wenn keine Planungsanpassung möglich ist. Trotzdem stimmen Umwelt- und Bauausschuss mehrheitlich für die Fällung der Blutbuche: SPD, CDU, FDP und Bürgermeister wollen die Zwei-Baumvariante aus "städtebaulichen Erwägungen".

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Junge Teichforscher machen unerwarteten Fund in Ammersbek

Der NABU-Teichforschertag im Ferienprogramm der Gemeinde verlief dieses Mal etwas anders als erwartet. Die Kinder entdecken nämlich etwas, was sie sehr empörte. Zum Glück war der Bürgermeister zugegen und konnte sich ihre Beschwerde anhören.

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Umweltausschuss stimmt gegen zweites Gutachten, aber es gibt trotzdem eines

Absurditäten der Gemeindepolitik

Im Umweltausschuss wurde eine Vorlage behandelt mit dem folgenden Beschlussvorschlag: "Ein zweites Gutachten zur Untersuchung der Verkehrssicherheit der drei Bäume am U-Bahnhof Hoisbüttel wird nicht beauftragt".

Aber nachdem der Bürgermeister bekannt gab, dass sich der Investor zu einem zweiten Gutachten durch einen öffentlich bestellten Baumsachverständigen bereit erklärt, stimmte der Ausschuss FÜR den Beschlussvorschlag, ohne ihn umzuformulieren. Nur die Grünen und die UWA stimmten dagegen.

Der Ausschussvorsitzende erklärte den Salto rückwärts auf Nachfrage der perplexen Grünen: Verwaltungsseitig wird kein zweites Gutachten beauftragt (und finanziert), wenn der Investor das aber tun will, nennt ihm die Verwaltung eine Auswahl an öffentlich bestellten, vereidigten Gutachtern.

Eine weitere gute Nachricht gibt es: Die Planung wurde so verändert, dass die alte Linde von 1797 erhalten bleiben kann.

 

Blutbuche angeblich bruchgefährdet

1320 Bürger unterstützen die NABU-Forderung, die Bebauung am U-Bahnhof Hoisbüttel so zu planen, dass das prächtige Ensemble aus einer 220 jährigen Linde und zwei mindestens 120-jährigen Buchen auf dem Grundstück des ehemaligen Lottbeker Krugs erhalten werden kann. Ende Juni wurden die letzten Listen eingesammelt, um sie beim Bürgermeister abzugeben.

Inzwischen erfuhr der NABU Ammersbek, dass der Investor bereits Anfang Mai ein Gutachten über die Verkehrssicherheit der drei Bäume anfertigen ließ und bat um Einsichtnahme nach Transparenzgesetz. Die Gutachten überraschen nicht wirklich: Der Baum, der am meisten stört, wird als bruchgefährdet eingestuft und seine Fällung empfohlen. Der NABU hat das Gutachten nun unter die Lupe genommen und renommierte Experten um ihre Meinung gebeten.

Ende Juli wurde auf Nachfrage des NABU sogar bekannt, dass es bereits eine Erhebung durch des Landschaftsplanungsbüro gab.

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Petition

909 Menschen haben sich zwischen dem 8. und dem 30. Mai bereits unserer Forderung angeschlossen, bei der anstehenden Bebauung am U-Bahnhof die alten Bäume weiterhin zu schützen. Heute, am 31. Mai wurde dem Bürgermeister die Petition zum Erhalt der Linde von 1797 und der 120-jährigen Blutbuchen überreicht.

Übergabe von Petition und 77 Unterschriftenblättern. (Von links: Angelika Schmidt, 2. Vorsitzende, Dr. Petra Ludwig-Sidow, 1. Vorsitzende, Horst Ansén, Bürgermeister)

Bei der Unterschriftensammlung zeigte sich, dass viele Unterstützer es außerdem fragwürdig finden, wenn dem Investor so leicht Zugeständnisse gemacht werden, während es auf Privatgrundstücken sehr hohe und teure Hürden gibt, wenn der Eigentümer einen Baum entfernen möchte. Die Gemeinde solle stattdessen in punkto Baumschutz mit guten Beispiel vorangehen, das würde auch die Akzeptanz des Baumschutzes im eigenen Garten erhöhen.

Der NABU findet es zudem befremdlich, dass bereits in einer Phase, in der dies planungsrechtlich noch gar nicht zur Debatte steht, im Beschluss zur Umgrenzung des Plangeltungsbereichs (s. Vorlage 0402/IX Planzeichnung), im Vorgriff auf erst zu entwickelnde Planungsinhalte, die beiden Bäumen bereits als "zu fällen" eingezeichnet wurden. Weiterlesen