NABU - Gruppe Ammersbek e.V.


Frösche schreddern im Naturschutzgebiet

Auch Biolandwirte müssen rechnen und arbeiten nicht nur als Idealisten. In Naturschutzgebieten führt dies oft zu Konflikten oder gar zu Zerstörungen. Unsensible Wiesenbewirtschaftung bringt letzte Vorkommen seltener Schmetterlinge, Heuschrecken oder Magerrasenpflanzen an den Rand des Aussterbens. Im NSG Heidkoppolmoor schlägt der NABU jetzt Alarm, denn die Anwendung eines Schlegelmulchers fordert viele Todesopfer und fegt die Wiesen leer.

Fußamputiert: Wenige Tage nach dem Mulchen auf der Borstgraswiese gefundene trächtige Mooreidechse

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Keine Chance für Buschwindröschen & Co.

Buschwindröschen und Scharbockskraut läuten eigentlich den Frühling ein. In vielen Grünanlagen in Ammersbek liegen stattdessen dicke Schichten Schreddergut unter den Büschen und Bäumen und ersticken die Frühjahrsblüher. In Knicks ist diese schädliche Entsorgung von Gartenabfall verboten. Aber in anderen Gehölzen ist der Schaden kaum geringer.

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Bürger für Bäume

Der Ammersbeker Ortsteil Schäferdresch war mal eine Waldsiedlung. Aber immer mehr Bäume fallen privaten Sägen zum Opfer. Obwohl die meisten Bäume geschützt sind, werden mehr Genehmigungen erteilt als nötig. Anwohner empören sich und engagieren sich für heimatlos gewordene Käuzchen.

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Mehr Raum für Zuwanderer

Neues Kleingewässer im Naturschutzgebiet Heidkoppelmoor

Der 2011 renovierte Heideweiher ist von der Natur so erfolgreich angenommen worden, dass der NABU Ammersbek nun ein weiteres Kleingewässer hat anlegen lassen. In der Woche vor dem ersten Advent rückte die Amphibienexpertin vom  samt Bagger an und schuf nahe dem Weiher einen Tümpel für besondere Ansprüche.

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Welchen Wald wünschen wir?

In ganz Deutschland wurden gerade 10 Prozent der öffentlichen Wälder (entspricht 5% der gesamten Waldfläche) per Gesetz zu Naturwald erklärt. Im Jahr 2010 hat Ammersbek die Deklaration "Biologische Vielfalt in Kommunen" unterzeichnet und auf Anregung des NABU eine eigene Biodiversitätsstrategie beschlossen.
Und nun hat auch die Ammersbeker Verwaltung angeregt und die Ammersbeker Politik beschlossen, mit unserem Kommunalwald in Zukunft anders umzugehen. Darüber sind wir sehr erleichtert, denn die derzeit in Ammersbek verfolgte Praxis der Waldwirtschaft halten wir für nicht mehr zeitgemäß. Die Verwaltung erarbeitet Leitlinien, die uns längerfristig einen naturnäheren Wald mit mehr Erholungswert bescheren, bei dem nicht hauptsächlich die Betriebsziele der Forstbetriebsgemeinschaft Stormarn im Vordergrund stehen.
Nach intensivem Austausch mit dem ehemaligen leitenden Forstdirektor von Lübeck und Seminaren im LLUR hat der NABU als Anregung ein Konzept zum Umgang mit unserem Kommunalwald entwickelt.

Jakobskreuzkraut - Vorsicht aber keine Panik

Pfauenauge auf JKK

Der Blutbär im Blütenmeer

Auf unbeeniflussten Flächen  kann man beobachten, wie sich die Natur gegen übermäßge Vermehrung des Jakobs-Kreuzkrautes wehrt. Zum Artikel....

 

Der Nabu Schleswig-Holstein hat ein Positionspapier zum Jakobskreuzkraut herausgegeben. Er betont darin, dass es eine heimsiche Pflanze ist und nicht etwa ein invasiver Neophyt.Sie ist nützlich für viele Insekten und sollte keinesfalls mit Pestiziden bekämpft werden. In Naturschutzgebieten ist eine Bekämpfung auch durch Mahd ein Eingriff in die Lebensgemeinschaft und führt zu wenig Erfolg aber vielen Kollateralschäden.

Tierhalter sollten verhindern, dass die Pflanze ins Heu gerät oder sich auf der Weide vermehrt. Da die Tiere sind nicht fressen gelangt sie zur Samenreife und kann sich dadurch besser vermehren als andere Pflanzen.Weidebesitzer und Imker finden Empfehlungen und ein Merkblatt auf den Seiten der Landesregierung.

Eine Bekämpfung mit Herbiziden wie Simplex ist nicht anzuraten. Abgesehen von den negativen Folgen für die Artenvielfalt könnte es sich auf die Tiervitalität auswirken, selbst noch im Jahr nach der Ausbringung, da es sich lange im Boden hält.

 

Forstwirtschaft zerstört wertvolle Biotope in Ammersbeker Naturschutzgebieten

 Schneise der Verwüstung

Harvester machen jetzt, Anfang Juli, Dutzende gemeindeeigene Bäume platt,brechen durch einen Schwarzerlen-Feuchtwald im Naturschutzgebiet, genau dort wo Winter- und Sommergoldhähnchen noch brüten, um einen Privatwald zu roden. Auch in dem zweiten Ammersbeker Naturschutzgebiet wurde radikal vorgegangen, der Waldboden wird zerfahren, viele Bäume werden gefällt. Angebliche Wegesicherung 50 Meter vom Weg entfernt.....

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Roteichen sollen weichen

Fortsetzung des Waldumbaus zwischen Ammersbek und Volksdorf

Anfang Oktober wird es wieder laut im Wald. Im Naturschutzgebiet Heidkoppel­moor, nahe dem Wohngebiet Rittmeisterkoppel, will die Revierförsterei Volksdorf den Anfang letzten Jahres begonnenen Umbau zu einem natürlicheren Wald fortsetzen. Da der Boden infolge des schönen Spätsommers trocken und fest ist, hat sich Förster Johannes Noffke entschlossen, gleich nach dem Ende der Brutzeit loszulegen. So halten sich die Zerstörungen durch die Forstfahrzeuge und das Rücken der Stämme gering.

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Weniger ist mehr: Naturnahe Waldwirtschaft für Mensch und Natur

Dr. Lutz Fähser, Forstdi­rek­tor a. D., über ei­ne öko­lo­gi­sche UND öko­no­mi­sche Forst­wirt­schaft

Kein Naturraum in Deutsch­land spielt eine wich­ti­ge­re und viel­fäl­ti­ge­re Rol­le für den Men­schen als der Wald. Die groß­en deu­tschen Dich­ter be­san­gen schon früh sei­ne Schön­heit und sei­ne Wir­kung auf die See­le. Heu­te ist vor al­lem der enor­me Wert des Wal­des für die Ar­ten­viel­falt und den Kli­ma­schutz von Be­deu­tung. Doch im­mer mehr ge­ra­ten die­se Wer­te aus dem Fo­cus: Der Wald ist nur noch Forst, sein Wert be­misst sich an der Holz­ern­te.

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Handys für den Hochwasserschutz

Ammersbeker Sammelstelle freut sich über gefüllte Kartons

Zum Jahres­an­fang ver­schickt die Han­dy- Sam­mel­stel­le des NABU- Ammers­bek wie­der ei­nen gro­ßen Kar­ton vol­ler aus­ran­gier­ter Mobil­te­le­fo­ne. Seit an­dert­halb Jah­ren sam­melt "Hörconcept" in der La­den­zeile der Georg- Sasse- Straße in Am­mers­bek Han­dys und sen­det sie im Na­men des NABU an eine Re­cyc­ling­fir­ma. Für je­des re­cy­cel­te Han­dy flie­ßen drei Euro in ein Na­tur­schutz­pro­jekt an der Havel. Der Fluss­lauf soll Stück für Stück re­na­tu­riert wer­den und da­mit wie­der ei­ne Hei­mat für Bi­ber, Ot­ter und Eis­vo­gel bil­den. Auch sind na­tür­lich mäan­drie­rende Fluss­läu­fe mit wei­ten Auen bes­ser geeig­net, viel Was­ser auf­zu­neh­men und bil­den so ei­nen ef­fek­ti­ven Hoch­was­ser­schutz.

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