NABU - Gruppe Ammersbek e.V.


125 Jahre aktiv für den Naturschutz

Der Naturschutzbund Deutschland begeht am 1. Februar 2024 seinen 125. Geburtstag . Seine Mitgliederzahlen sind in diesen Jahren in schwindelnde Höhen gestiegen, sie erreichen bald die Million. Der Anstieg gerade in den letzten Jahren zeigt, wie wichtig den Menschen die Natur ist, und dass sie befürchten, dass sie bei so manchen Planungen unter die Räder kommt, wenn nicht ein starker Umweltverband als Anwalt der Natur agiert. 

Und was blüht am 1. Februar? Damit gratulieren wir:

 

Neujahrswünsche
 

Der NABU Ammersbek wünscht allen Mitgliedern und Naturliebenden Weihnachtstage in weißer Schneepracht (wohl eher hoffnungslos) und für 2024 Gesundheit, Glück und Muße für das Beobachten und Genießen der Natur.

Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück und danken allen für die gute Zusammenarbeit, insbesondere der Försterei Volksdorf und am Ende auch dem Bezirksamt Wandsbek und der BUKEA, denn: Der Stauteich bleibt! Nächstes Jahr kommt eine Entschlammung und auch ein neues Wehr, so die Zusage.

Große Maschine für kleine Tiere

Das sonnige Frühjahr und eine Fällaktion des Wulfsdorfer Hofes verursachten im Frühsommer 2023 ein kleines Wunder an Artenvielfalt. Gefällte Eichen, die eigentlich zu Brennholz verarbeitet werden sollten, entpuppten sich als Arche Noah für eine außerordentlich große Zahl an seltenen oder gar bedrohten Bockkäfern. Auf Bitten des  NABU Ammersbek retteten der Wulfsdorfer Hof und die Revierförsterei Volksdorf im September den wertvollsten Teil des Holzes für die Käfer.

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Stauteich bleibt !

Am 16. August lud die Wasserbehörde des Bezirks Wandsbek den NABU Ammersbek und andere zu einer Besprechung und verkündete, dass die Pläne, den Stauteich zurückzubauen, vom Tisch seien. Im Winter soll der Teich im nordwestlichen Bereich entschlammt werden und im südöstlichen, durch Röhricht verlandeten Bereich soll die Bachrinne wieder hergestellt gestellt werden. Und irgendwann gibt es ein neues Wehr. Wir freuen uns, dass unser Protest erfolgreich war und die Vernunft gesiegt hat.

Endlich! Der Jahresbericht 2022 ist online!
Wie alle Jahresberichte ist er unter Downloads herunterladbar. Oder gleich auf diesen Link klicken: Jahresbericht 2022
Die Katastrophe am Lottbeker Stauteich und unsere Lehre daraus

Der Lottbeker Stauteich, 26.Juni 2023: Über klarem Wasser schwirren Libellen aller Art, eine Ringelnatter schnurrt erhobenen Hauptes quer durch das Wasser, drei Graugänse schwimmen am Röhricht entlang, aus der Ferne beäugt vom Graureiher.

Diese Idylle fernab vom Verkehrslärm macht vergessen, was noch bis vor zwei Wochen die Gemüter erregte und es sogar bis in die Tagesschau schaffte. Wir aber ziehen jetzt ein Fazit aus dem Desaster und fragen uns: Was haben wir daraus gelernt und sollten auch die Aufsichtsbehörden daraus gelernt haben?

Lesen Sie, welche Folgen der geplante Rückbau des Stauteichs hätte, und welche Forderungen wir als NABU Ammersbek an die Hamburger und Schleswig-Holsteiner Wasserbehörden stellen. 

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Der Lottbeker Teich - ein Krötengrab

Trockenheit und versäumtes Einschreiten der Hamburger Wasserbehörde  führen zum Erdkrötensterben

Für jeden sichtbar trocknet seit Mitte April der Lottbeker Stauteich rapide aus. In der Restpfütze schwimmen tote Fisch und der Schlamm am Rand ist bedeckt mit einer schwarzen Masse aus toten Kaulquappen und sterbenden Minikröten. Die Ursache für dieses desaströse Erdkrötensterben ist nicht nur die Trockenheit, sondern eine Undichtigkeit im unteren Bereich des Stauwehrs. Hierauf hatte der NABU Ammersbek die zuständige Wasserbehörde in Wandsbek bereits zu Jahresanfang hingewiesen. Mitte April warnte der NABU nachdrücklich vor einem Amphibiensterben, wenn die Behörde keine Maßnahmen ergreift.

Aus NABU-Sicht stellt das Unterlassen einer Maßnahme gegen das Trockenfallen während der Laichzeit sogar einen Verbotstatbestand nach Bundesnaturschutzgesetz dar, denn aus einem von ihr selbst beauftragten Gutachten war der Behörde die große Bedeutung des Teiches als Laichgewässer für Frösche und Kröten bekannt.

 

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Tabula Rasa im Naturschutzgebiet?

Am Südostende des Lottbeker Stauteichs bis zum Uhlenbusch sieht es momentan sehr kahl aus. Vom Wald im Naturschutzgebiet Duvenwischen und auch im Naturschutzgebiet Heidkoppelmoor am Rande das Stauteiches sind in dem breiten Bereich der Hochspannungsleitung nur noch Baumstümpfe geblieben. Was dahinter steckt ist hier zu lesen.. .

Schwalben in Ammersbek

Die Vogelmusik des Sommers auf dem Land ist das Gezwitscher der Schwalben, in der Stadt das Schreien der Mauersegler. Auch in Ammersbek zwischern die Schwalben, noch. Zwei Arten brüten bei uns, sie sind Kulturfolger: Unter Dachüberstände kleben die weißbäuchigen Mehlschwalben ihre Nester, und in Ställen und Hallen siedeln die rotkehligen Rauchschwalben (Foto), in Ammersbek deutlich seltener als die Mehlschwalben.
Schwalben gelten als Glücksbringer, aber in Ammersbek ist es nicht so einfach mit dem Glück... Weiterlesen

 

Ordnungsgemäß aber rücksichtslos

Direkt am Naturschutzgebiet "Heidkoppelmoor und Umgebung" wurden 1,8 ha Privatwald gerodet, in der Kernbrutzeit, ein bis dahin besetztes Kranichnest in nur 150 Metern Entfernung. Das ist die sogenannte ordnungsgemäße Forstwirtschaft, die braucht leider, im Gegensatz zum Hund, nicht einmal im Naturschutzgebiet an die Leine. Nur ein neues Waldgesetz kann helfen.  Hier klicken und mehr lesen